FC Sportunion Traismauer - FC Wiener Schmäh
2-4, 0-5


Heiße Spiele hat es zuletzt gegen den FC Wiener Schmäh gegeben. Jetzt war wieder fast ein Jahr vergangen und der FC Sportunion Traismauer stand wieder am Kunstrasenplatz in Stebersdorf. Mit dabei ein großer Kader mit viel Qualität: Patrick (Tor), Max, Horst, Daniel, David, Gabriel, Julian, Gernot, Manuel, Wolfgang und Philipp sowie für das erste der beiden Spiele über 50 Minuten ein neuer Gastspieler Christian.

Traumstart mit Hindernissen
Dunkle Wolken hingen bereits über den Außenbezirk von Wien, der FC Sportunion Traismauer wollte die kühlen Temperaturen gleich nutzen und mit aktivem Pressing die spielerisch starken Wiener unter Druck setzten. Zu Beginn gelang dies auch überraschend gut. Ein Doppelpassspiel zwischen Gabriel und Philipp brachte die erste Großchance. Wolfi vergab dann nach einem Traumpass die Chance auf das frühe 1-0 für die Traismaurer, doch nach einer guten Aktion über mehrere Stationen war der Ball dann im Tor der Wiener: Nach einem sehenswerten Aufbauspiel legte Christian vor dem Strafraum auf Philipp ab und der traf mit einem wuchtigen Schuss unhaltbar ins Tor. Eine Führung nach knapp 15 Minuten war eine Überraschung. Der FC Wiener Schmäh verlegte sich auf Konter, nahm aber nach dem Treffer des FCT immer mehr das Heft in die Hand. Zu diesem Zeitpunkt war die Schwäche der Traismaurer Kicker dann offensichtlich. Die Devensivarbeit blieb zumeist bei Horst und Max hängen, die restlichen Spieler überließen den Wienern im Mittelfeld zu viel Platz. Nach zahlreichen Glanztaten von Patrick im Tor und Rettung in letzter Sekunde vom groß aufspielenden Horst fiel aber doch der Ausgleich und das denkbar unglücklich. Für den FCT war dieses Gegentor wie ein Schock. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel der Rotblauen gebrochen, der FC Wiener Schmäh dominierte danach fast schon nach Belieben. Logische Konsequenz aus dem passiven Spiel war die Führung für die Wiener und kurz darauf auch noch das 1-3. Doch dann gelang wieder mehr auf Seiten der Niederösterreicher. Dank dem ins Spiel gekommenen Manuel ging in der Offensive wieder mehr auf, denn die Kombinationen im Vorwärtsgang waren wieder flüssiger. Ein Stangenschoss stand bereits zu Buche, ehe Manuel dann aus spitzem Winkel das 2-3 erzielte. Nun warf der FCT alles nach Vorne und hatte auch Chancen. Julian spielte sich einmal gut frei, legte den Ball aber dann knapp neben das Tor. Gernot versuchte es mit einem Schuss aus spitzem Winkel und ein Weitschuss von Christian ging ebenfalls über das Tor. Die Moral passte im Team der Traismaurer, das Ergebnis hätte besser ausfallen können, denn in der Schlussminute gelang den Wienern das 2-4 zum Endstand.

Gewitter als Spielverderber
Nach dem Seitenwechsel dann der Anpfiff zur zweiten Partie. Das Spiel wurde plötzlich von Seiten der Wiener ruppiger. Verstecke Fouls und teilweise harte Attacken überraschten den FCT. Nach wenigen Minuten stand es nach einem kapitalen Abspielfehler im Mittelfeld bereits 0-1 und nur Augenblicke später konnte keiner der FCT Kicker den Ball aus der Gefahrenzone bringen und das 0-2 fiel zum Bedauern der Spieler. Aktivposten im zweiten Spiel waren dann der immer besser in Schwung kommende Daniel, der die Rolle von Christian als defensiver Mittelfeldspieler immer besser übernahm. Über die Seiten lief wenig, Gabriel konnte sich zwar immer öfter durchsetzen, aber die Hilfe der Mitspieler fehlte zumeist um einen Pass anzubringen. Nach einem kuriosem Tor zum 0-3 brachen dann alle Dämme. Das herannahende Gewitter verunsicherte Spieler und Fans, der Spielabbruch hätte schon früher erfolgen können, denn Blitze und Donner waren in unmittelbarer Nähe. Der FCT stellte quasi sein Spiel ein, die Stimmen nach einem Spielabbruch wurden immer lauter. Nach zwei weiteren Toren der Wiener und bereits Blitzeinschlägen wenige Meter entfernt dann der Schlussstrich. Kapitän Philipp plädierte zum wiederholten Male für einen Abbruch, die Spieler des FCT verließen daraufhin den Platz, keine Minute zu früh, denn ein heftiger Regenguss prasselte genau in diesem Moment über Strebersdorf herein. Sportlich gesehen war die zweite Partie wenig aufschlussreich, schon beim Seitenwechsel wollten einige Spieler des FCT nicht mehr antreten. Ein 0-5 war in diesem Fall ein Ergebnis, das man getrost streichen konnte. An diesem Abend wäre nicht mehr drinnen gewesen, denn einerseits hatten viele Spieler nicht ihren besten Tag und andererseits spielte das Wetter dieses Mal leider nicht mit. Dennoch zeigte das erste Spiel zeitweise das Potential der Mannschaft. Nur eine Woche zuvor konnten sich die Wiener gegen ein ähnlich junges Team mit sage und schreibe 20-2 durchsetzen.